Spieletest

Testbericht – Hellsplit: Arena

Am 09. September wurde das Arena-Spiel Hellsplit auf Steam veröffentlicht. Kurz nach dem Release trudelten die ersten negativen Reviews ein. Fast ausschließlich von Gamern, die eine 0.x bei der Spielzeit stehen hatten. Der Spitzenreiter hat es gar nach 0.1 Stunden geschafft, sich ein Urteil zu bilden! – Respekt!

Ich habe nun gut 3 Stunden Hellsplit hinter mir und möchte euch etwas mehr über dieses grandiose Arena-Game erzählen. Zur Einstimmung erst einmal der Release-Trailer:

Wie unschwer zu erkennen ist, geht es darin nicht zimplerlich zu! Abgehackte Gliedmaßen, zertrümmerte Schädel und halbierte Untote sind keine Seltenheit. Aber fangen wir von vorne an.

Startet man das Spiel, hat man neben den Trainingseinheiten und der Kampagne die Möglichkeit die Einstellung im Spiel zu verändern. Hier lassen sich mehre Spielstände erstellen und man kann seine Spielfigur individuell kalibrieren. So hat man im Spiel die korrekte Körpergröße und Armreichweite. Daneben stehen einem die üblichen Möglichkeiten für die Einstellung der Grafikqualität etc. zur Verfügung.

Anschließend habe ich mich in den Trainingseinheiten versucht. Insgesamt fünf Locations können betreten werden. Ohne Gegner habe ich mir erst einmal alle Arenen etwas genauer angeschaut und habe hier schon festgestellt, dass der Entwickler mit viel liebe zum Detail gearbeitet hat. In jeder Arena befindet sich eine Steinkelch mit einem angebrachten Knopf, den man betätigen kann. In dem dann auftauchenden Menü lassen sich Waffen, Rüstungen und Zaubertränke auswählen. Auch die Stärke der Gegner lässt sich hier definieren. Hat meine seine Auswahl getroffen darf der Kampf beginnen. Man erwehrt sich hier nun teils mehreren Gegnern gleichzeitig. Eine hervorragende Möglichkeit die verschiedenen Waffengattungen in Ruhe auszutesten.

Bevor ich also mit der Kampagne gestartet bin, habe ich schon locker eine Stunde im Menü und den Trainingsarenen verbracht. Daher ist es mir ein mittleres Rätzel, wie man sich in unter einer Stunde ein Urteil erlauben kann. – Das als Randnotiz!

Mit dem Start der Kampagne erfährt man nach und nach mehr über den Charakter, den man verkörpert und den Fortgang der Geschichte. Um es kurz zu machen, man tritt als wiedergeborener Held gegen eine Untotenarmee an um die Welt zu erretten. – Wie könnte es anders sein! Die Geschichte wird auf englisch sehr schön erzählt und mit ein paar Bildern dokumentiert.

Man findet sich in der Kampagne zuerst in seinen eigenen Hallen wieder. In einem dieser Räume kann man seine Errungenschaften in Form von Pokalen betrachten. Dort findet sich auch eine Goldkiste, die sich im Laufe der Story füllt.
In einem weiteren Raum hängt ein Spiegel in dem man sich und seine feinen Rüstungen und Waffen ganz genau betrachten kann. Außerdem hat man dort einen Dummy aus Stroh, an dem man sich ausprobieren kann. In einem weiteren Raum kann man Rüstungen, Waffen und Zaubertränke kaufen. Die besagte Goldkiste lässt sich damit also auch wieder leeren! Im Laufe des Spiels kann man sich so immer bessere Ausrüstungsgegenstände zulegen.
Im zentral gelegenen Raum gibt die Möglichkeit sich zu dem nächsten anstehenden Arena-Kampf zu teleportieren! Mit jedem gewonnen Kampf gibt es ein wenig Gold zu verdienen und man schreitet in der Story allmählich voran.

Grafisch schaut das Spiel hervorragend aus. Die Arenen sowie die Gegner sind mit vielen Kleinigkeiten gespickt und der Entwickler zeigt hier sehr viel Liebe zum Detail! Obendrein läuft das Spiel extrem flüssig. Mit meiner Index, einer 2080 und einem i5 4690K spiele ich konstant mit 90 fps bei 150% Supersampling. Die Grafikeinstellungen stehen dabei auf “maximal”.

Der Sound ist ebenfalls gut gelungen und der Sprecher, der einem im Storymodus die Hintergrundgeschichte näherbringt, macht seinen Job klasse.

Leider werden die Index Controller noch nicht mit Fingertracking und der Grip-Taste unterstützt. Das dürfte sicherlich noch kommen. Trotzdem lässt sich das Spiel gut mit den Index Controllern bedienen.

Mit der Umwelt interagieren kann man in erster Linie natürlich mit Waffe, Schild, Faust und Fußtritten. Gegenstände (Bananen… ihr dürft selber herausfinden zu was die gut sind) und abgetrennte Gliedmaßen lassen sich außerdem in die Hand nehmen!

Das Kampfsystem ist grandios umgesetzt. Man kann ausweichen, mit seinen Waffen oder dem Schild blocken und den Gegner mit Fußtritten eindecken. Die unterschiedlichen Waffengattungen fühlen sich hervorragend an. Eine zweischneidige Axt, ein Kriegshammer oder ein Langschwert lassen sich eher schlecht und sehr uneffektiv nutzen, indem man aus dem Handgelenk hin- und herfuchtelt. Mit einer beherzten Ausholbewegung ist ein ungepanzerter Gegner aber mal schnell zweigeteilt.
Ein Morgenstern lässt mit einem gezielten Schlag ganz prima Köpfe wie überreife Melonen zerplatzen.
Mit der im Körper des Gegners versenkten Axt, kann man diesen mit Schwung durch die Gegend schleudern.
Das Schwert lässt sich wiederum bestens als Stichwaffe aber auch als Gliedmaßenentferner einsetzten.
Mit dem Schild kann man den Gegner stoßen, was bei einem Kaminfeuer etc. zu sehr erfreulichen Ergebnissen führt. Durch einen beherzten Tritt lässt sich der Gegner ebenfalls “steuern” bzw. seine Aktion kann unterbrochen werden. Hat man das nötige Kleingeld für Zaubertränke investiert, kann man seine Waffe z.B. mit einem Feuerzauber belegen. Ein getroffener Gegner geht so in Flammen auf. – Kurzum, das Kampfsystem gefällt sehr gut und ist einem Blade & Scorcery ebenbürtig. Hellsplit bringt jedoch die sehr viel bessere Grafik mit und eine schöne Story.

Das Movement der eigenen Figur ist ebenso klasse umgesetzt. Man kann an seinem Körper herunterblicken und sieht nicht nur seine Hände. Die Bewegungen, die der Körper ausführt, passen sehr gut zu den eigenen. Da ja nur der Kopf und die Hände des Spielers getrackt werden können, ist dies in solchen Spielen immer eine Herausforderung und das Ergebnis sieht teils sehr lustig oder unnatürlich aus. Die Hellspit-Entwickler haben dies jedoch sehr gut umgesetzt.

Die schlechten Reviews auf Steam kann ich persönlich nicht nachvollziehen und ich finde es schade, dass es immer wieder User gibt, die nach wenigen Minuten meinen ein Spiel beurteilen zu können. Das hat mich zusätzlich motiviert diesen Test hier so zeitnahe nach dem Erscheinen zu verfassen. – Hellsplit hat eine Chance verdient und ich kann jedem nur empfehlen sich das Game anzuschauen. Refunden kann man bei Steam sehr unproblematisch, sofern man weniger als 2 Stunden Spielzeit genutzt hat. Gebt dem Game aber auf jeden Fall mehr als eine Stunde und denkt dran, dass man den besagten Kriegshammer nicht wie einen Dolch benutzen sollte 😉

Kommen wir damit zur Wertung (10 Punktesystem):

  • Grafik: 9 Punkte
  • Sound: 8 Punkte
  • Steuerung: 8 Punkte
  • Spaßfaktor: 10 Punkte
  • Spieltiefe bzw. Taktik: 8 Punkte
  • Preis/Leistung: 9 Punkte

Hellsplit kann ich nur wärmsten weiterempfehlen und ich möchte gleichzeitig dazu aufrufen auf Steam eine Bewertung zu platzieren. Dazu gehört nicht viel Text, wohl aber der Daumen rauf (oder eben runter)!

Auf meinem Youtube-Channel habe ich dazu mal ein kleines “Hellsplit – Let´s Play” ins Leben gerufen! Nachfolgend der erste Teil:

2 thoughts on “Testbericht – Hellsplit: Arena

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