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Oculus Quest – VRidge, Virtual Desktop & ALVR im Vergleich

Seit einige Wochen begeistert mich das Thema des kabellosen Gamings auf meiner Quest. Dabei vereint diese VR einige interessante Aspekte. Zum einen ist sie als Stand Alone Gerät ohne potenten Rechner nutzbar und einige schöne aber auch abgespeckte VR-Erlebnisse und Spiele sind für dieses Gerät im Oculus-Store zu haben. Noch im November wird es eine Kabellösung für die Quest geben, die uns in die Lage versetzten wird das Headset auch am PC zu betreiben und aus dem SteamVR Portfolio zu schöpfen.
Viel interessanter finde ich persönlich jedoch die Wireless-Lösungen, die zur Zeit verfügbar sind. Allen drei Kandidaten merkt man wenigstens kleine Schwächen an, aber diese Entwicklung finde ich extrem spannend.


An dieser Stelle möchte ich nochmal, um das Spielerlebnis mit der Oculus Quest auch auf eine maximal Stufe zu hieven, auf “Wie pimpe ich meine Quest” hinweisen! In meinen Augen gibt es einige Punkte, die man unbedingt an der Quest umgestalten bzw. erweitern sollte.
Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass ihr zwingend einen “Entwickler-Account” bei Oculus besitzen müsst. Anderenfalls lässt sich keine Software auf der VR installieren, die nicht aus dem Oculus-Store ist.
Außerdem ist es notwendig, dass ihr die Quest an euren PC anschließt um die Software installieren zu können. Wenn ihr ausschließlich USB 2.0 oder 3.0 zur Verfügung stehen habt, so benötigt ihr entweder einen Adapter von USB C auf USB 2.0/3.0 oder ein Kabel von USB C auf USB 2.0/3.0.

Nachfolgend nun meine Einschätzung zu den einzelnen Wireless-Lösungen. Beginnen möchte ich mit der zur Zeit (!!!) schwächsten Lösung.

VRidge von Riftcat

VRidge macht in Sachen Außendarstellung und Bedienbarkeit einen professionellen Eindruck. Seit Anfang November bietet der Hersteller eine frische Beta-Version an. Aus diesem Grunde hatte ich mir das Programm nochmal genauer angeschaut. Die Software gibt es kostenlos! In der Version gewährt sie euch jedoch nur 10 Minuten Wireless-Gaming pro Session. Alternativ könnt ihr das Produkt für knapp 15 Euro erwerben und ohne Einschränkungen benutzen.
Grundsätzlich funktioniert die Software und bindet auch eure Controller einwandfrei ein. Leider schwächelt sie jedoch in Sachen der Bilddarstellung. Das übertragende Spielgeschehen wirkt etwas matschig und verwaschen. Zudem zieht das Bild bei schnellen Kopfbewegungen teils etwas nach und die Controller werden ebenfalls nicht optimal mitgetrackt.
Die größte Schwäche von VRidge ist die Audioübertragung. Diese ist extrem schlecht und zur Zeit quasi unbenutzbar! Ich empfehlen lieber das eigene Soundsystem am PC nutzen.
Es lohnt sicherlich die Entwicklung dieser Software weiter zu beobachten. Dieser Kandidat befindet sich aber abgeschlagen auf Platz 3.

Virtual Desktop

Virtual Desktop ist eine offiziell im Oculus-Store erhältliche Software, die ihr für 19,99 Euro kaufen könnt. Damit transportiert ihr die Desktopinhalt in die VR und könnte so auf eurem Rechner arbeiten, Videos schauen etc.
Zusätzlich lässt sich die Software mit einer nachinstallierten Komponente für SteamVR streamingfähig machen.
Die Software transportiert den Ton klasse. Das Bild schaut spürbar besser aus als bei VRidge, wobei es hier aber immer mal wieder zu Artefakten in der Darstellung kommt. Die Bedienung und Einstellungsmöglichkeiten sind ebenfalls gut gelungen und verständlich zur Verfügung gestellt. Besitz ihr die Software schon, so solltet ihr auf jeden Fall die Möglichkeiten ausschöpfen und das wireless Gaming ausprobieren.
Virtual Desktop befindet sich technisch in einem spürbar ausgereifteren Status und nimmt hier klar den 2. Platz in der Rangliste ein.

ALVR / Air Light VR

ALVR ist ein zwischenzeitlich eingestelltes Projekt, welches aber erfolgreich (aus der Community heraus) weitergeführt wird. Inzwischen ist auch auf Sidequest die aktuelle Clientsoftware verfügbar und man muss die Software nicht mehr “per Hand” sideloaden.
Auch hier findet sich eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten zur Optimierung der Wireless-Verbindung in den Einstellungen. Das ganze ist dabei eher auf pragmatisch anstatt auf hübsch getrimmt, jedoch funktioniert diese Software am rundesten und hat zudem den charmanten Vorteil komplett kostenlos zu sein.
ALVR belegt dabei mit kleinem Abstand den ersten Platz in Sachen latenzoptimierter Verbindung und grafischer Darstellung. Soundtechnisch befindet sich die Lösung mit Virtual Desktop auf einem Niveau.

Alle drei Lösungen werden nach jetzigem Stand weiterentwickelt, daher ist dieser kleine Überblick nur eine Momentaufnahme und es könnte schnell zu Verschiebungen in der Rangliste kommen. Zudem möchte ich nicht ausschließen, dass auf unterschiedlichen System die Rangfolge anders sein kann.
Für mich stellt die Air Light VR, knapp gefolgt von Virtual Desktop, aber die optimalste Lösung zur Verfügung. Riftcat hat meiner Einschätzung nach noch noch die größte Baustelle. Spannend wird zudem sein, ob Oculus selber an einer ähnlichen Lösung arbeitet. Hier kommt aber erst einmal das Kabelgaming auf uns zu! – Lassen wir uns also überraschen was die Zukunft für die Quest noch alles bringt!

2 thoughts on “Oculus Quest – VRidge, Virtual Desktop & ALVR im Vergleich

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