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GeForce Now – MiniPC als Streaming-Lösung

In den vergangenen Tagen habe ich mich sehr intensiv mit dem GeForce Now Steaming beschäftigt.
Bestens funktionieren tut die Lösung über diverse PC-Geräte. Ob nun ein altes Office Notebook, meine MSI Gaming Labtop oder mein Spielerechner (im Idealfall via Ethernet).
Steht dem Anwender eine breitbandige Internetanbindung zur Verfügung läuft GeForce Now prima.

An dieser Stelle mal die Auslastungsstatistik meiner VDSL 100.

Die 25 Mbit/s Spitzen im Daily-Graph sind während meiner Spielesitzung produziert worden. Die Spitzen im Weeky-Graph sind Downloads.

Gestreamt haben ich mit 1080p und 60fps. Es ist gut zu erkennen, dass man wenigstens eine z.B. VDSL 25 haben muss, um diesen Dienst adäquat nutzen zu können.
Eine ADSL Anbindung würde vermutlich zu spürbaren Latenzen führen.

Wie ich in meinen vorangegangen Berichten erläutert habe, funktioniert GeForce Now auch mit dem Amazon Fire TV Stick 4k Ultra.
Wie ihr die apk auf den Firestick installiert, habe ich ebenfalls genauer erläutert.
Eine offiziell unterstützte Lösung ist das jedoch nicht. Darüber hinaus kann, mit zunehmender Entfernung zum Firestick, die Bluetooth-Verbindung zu den Eingabegeräten (Maus, Tastatur oder Controller) ein wenig leiden, sodass ich mich nach einer besseren Lösung umschauen wollte.
Im Zuge meiner Recherche bin ich auf den ACEPC Mini PC* gestoßen.


Infos zum ACEPC!

Der Mini-PC steht in drei Varianten zur Verfügung.
Ich habe mich für die hochwertigste Lösung entschieden und die 8Gybte-Version bestellt. Die genauen Eckdaten könnt ihr auf den Amazon-Seiten (Link zum Bild) entnehmen.
In den 2,5 Zoll Slot habe ich noch eine alte SSD eingebaut, sodass auf dem Gerät auch ausreichend Speicherkapazität für weitere Daten zur Verfügung steht. Zum betreiben des PC ist dies jedoch nicht notwendig.
Windows 10 Pro ist auf der Hardware vorinstalliert und nach dem üblichen Durchlaufen der Konfigurationsmöglichkeiten steht das Betriebssystem uneingeschränkt, wie auf einem üblichen Desktop-PC, zur Verfügung.
Mit 2 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, einen 1Gbit Ethernet Anschluss, ein Micro SD-Kartenslot, einen Klinkenstecker-Anschluss für Kopfhörer etc. und zwei HDMI Ports (Dual-Display Unterstützung) stehen dem Anwender individuelle Einsatzszenarien zur Verfügung.
Daneben bietet das Gerät noch Bluetooth-Funktionalität und 802.11ac Dual-Band-WLAN mit 2,4 und 5 GHz für Drahtlose Verbindungen an.
Ich habe Daheim eine Logitech MK850* angeschlossen.

Diese Tastatur/Maus Lösung arbeitet mit einem USB Dongel, den ich per USB-Verlängerungskabel flexibel an den Rand meines TV-Gerätes verlegen kann um Abschirmungen zu vermeiden, sobald ich den Mini-PC hinter meinen Fernseher montiert habe.

GeForce Now Nutzung!
Als erstes habe ich natürlich den GeForce Now Client heruntergeladen und ausprobiert.
Das Streaming funktioniert auf dem ACEPC genauso gut, wie ich das auf meinem Notebook und meinem Gaming-PC gewohnt bin.
Die Konnektivität zu Tastatur und Maus war über gut 3 Meter ohne Aussetzer oder Problemen gegeben. Auch den XBox Wireless Controller* konnte ich bestens über Bluetooth verbinden und nutzen.
Hinter der GeForce Now Nutzung kann man also einen großen grünen Haken setzten!

Andere Anwendungen!
Neben dem Spielestreamig habe ich mein Office 365 Paket* installiert.
Officeanwendungen stellen für das System natürlich keinerlei Probleme dar. Auch das Surfen, Youtube-Videos oder das Abspielen von lokalen Musik- oder Videodateien funktioniert einwandfrei.
Für lokales Gaming ist das Gerät ungeeignet. Der Prozessor und die OnBoard-Grafik ist dafür nicht ausgelegt.
Auch viele gleichzeitige Prozesse können die CPU in die Knie zwingen und führen zu einer 100% Auslastung.

Gibt es Kritikpunkte?
Den verhältnismäßig schwachen CPU und GPU muss man bei dem Gerät natürlich in Kauf nehmen und diesen will ich an dieser Stelle gar nicht als Kritikpunkt aufführen.
Den einzig wirkliche Schwachpunkt den ich aufführen kann ist, dass der ACEPC nicht lüfterlos arbeitet.

Ohne Gehäuse schaut der Mini-PC wie folgt aus!
Auf dem Bild ist das Metallgehäuse mit verbauten Lüfter zu erkennen. Der Lüfter springt an, sobald das System zu tun hat.
Bei dem Steaming über GeForce Now läuft der Lüfter also durchgehend.
Die Lautstärke hält sich aber in Grenzen und stört weder beim Spielen noch bei Videos schauen etc.
Insgesamt arbeitet das System also recht leise aber eben schon hörbar. Wie sich die Lautstärke über die kommenden Monate entwickeln wird, kann ich schlecht beurteilen. Da wird man abwarten müssen und hoffen, dass der Hersteller eine gute Radiator-Lösung verbaut hat.

Andere Mini-PC Lösungen arbeiten mit passiver Kühlung, wobei sich hier jedoch die Leistungsdaten unterscheiden oder eben der Preis spürbar höher ist.
Mit der momentanen Geräuschkulisse des ACEPC komme ich persönlich sehr gut klar!

Fazit!
Für den recht schmalen Preis von etwa 260,– Euro (für das beste Modell)* kann ich den ACEPC für die beschriebenen Einsatzzwecke wärmstens empfehlen.
Bei meinem gestrigen Tests lag die Auslastung des RAM-Speichers übrigens immer zwischen 4 und 5 Gbyte, sodass man sich eventuell auch für das mittlere Modell entscheiden kann.
Der 6 Gybte ACEPC liegt bei ca. 220,– Euro. Persönlich würde ich da aber eher auf Nummer sicher gehen und zu der 8 Gbyte Variante greifen.

Sobald ich meinen Shadow-Account freigeschaltet bekommen habe, werde ich auch mal das VR-Gaming über das Gerät ausprobieren.
In diesem Sinne, fröhliches Spiele-Streaming, in welcher Umgebung auch immer.

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