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Index zerlegt!

Dank des Reddit-Users GamerToTheEnd, der offenbar seine Index im Namen der Wissenschaft geopfert hat, bekommen wir genauere Einblicke in den Aufbau des Valve Headsets. RoadtoVR hat hier außerdem zu berichtet.

Grundsätzlich lobt Valve seinen ganzheitlichen Designansatz für sein Headset und erklärte, dass alle Teile der Index so abgestimmt seien, dass sie sich gegenseitig unterstützen. Werfen wir einen Blick hinein und schauen uns erst einmal die Linsen an.

Das Konzept der Dual-Element-Optik ist in dieser Klasse von Headsets neu.

Andere Hersteller verbauen eine Ein-Element-Optik. Valve scheint zwei verschiedene Linsen zu einem Gesamtpaket verschmolzen zu haben. Mehr optische Elemente dürften bedeuten, dass damit mehr Kontrolle über die Art und Weise, wie z.B. Licht durch die Linse gelangt, einhergeht.

Gleichzeitig dürfte dies jedoch zu einem größeren Gesamtgewicht und höheren Kosten führen.

Auf den beiden unten aufgeführten Aufnahmen ist gut der Aufbau zu erkennen!

Das Linsensystems besteht aus zwei übereinander liegenden Elementen.

Valve teilte vor der Markteinführung der Index mit, dass die Entscheidung für eine Dual-Element-Optik darin begründet war, die Klarheit des Bildes zu verbessern und Verzerrungen über das Objektiv hinweg zu reduzieren. Vermutlich resultiert daraus der intensivere Glare-Effekt als Nachteil dieser Vorgehensweise.

Das Zerlegen des Headsets enthüllt auch einen zweite Besonderheit, welche der Autor als Bildschirmdiffusor interpretiert. Ein Diffusor wird im Allgemeinen verwendet, um das Bild leicht zu verwischen und den Screedoor-Effekt (die Räume zwischen den Pixeln) optisch zu verringern. 

Eine Bildschirmdiffusor setzten (so der allgemeine Kenntnisstand) nur die Samsung Odyssey + und das Playstation-Headset ein.

Der Diffusor der Odyssey + ist etwas umstritten, da er die Bildschärfe im Vergleich zur ursprünglichen Odyssey (ohne Diffusor) merklich verringert. Bei dem Valve-Headset wurde jedoch nicht vermutet, dass solch ein Diffusor verwendet wird, was den Fund sehr interessant macht.

Auch die IPD-Regelung wurde genauer in Augenschein genommen. Das Bild zeigt sehr gut, welch ein zusätzlicher mechanischer Aufwand damit einhergeht und lässt erahnen, warum die z.B. Rift S und die HP Reverb darauf verzichten. Dies dürfte ebenfalls ein spürbarer Kostenfaktor sein.

Der IPD-Einstellmechanismus bewegt nicht nur die Linsen, sondern auch die komplette Linsenbaugruppen symmetrisch und sorgt damit für eine möglichst optimale Anordnung dieser Komponenten. 

Die mechanischen Toleranzen sind gering, da das Headset die IPD-Breite auf den Millimeter genau elektronisch meldet, um die Anpassung durch den Benutzer zu erleichtern.

Abschließend nochmal herzlichen Dank an GamerToTheEnd für die tiefen Einblicke unter den Plastikmantel der Valve Index. Hoffen wir, dass er seine Index wieder funktionstüchtig zusammen bekommen hat!

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