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Macht Oculus Link (Kabellösung für die Quest) die Rift S obsolet?

Die größte Überraschung auf der diesjährigen Oculus Connect Veranstaltung war ganz klar Oculus Link, eine kabelgebundene PC-Lösung für die Quest. Die ersten Tests dieser Lösung, die ab November per Softwareupdate verfügbar sein soll, klingen sehr vielversprechend. Road2VR berichtet, dass sich die Quest damit wie eine herkömmliche PC-VR-Brille anfühlt. Laut UploadVR muss man geringe Qualitätseinbußen in Kauf nehmen. Insgesamt sind die Vorabtester aber sehr angetan von dieser Lösung. Auch VoodooDE hatte sich in einem seiner Videos sehr positiv geäußert.

An dieser Stelle die technischen Daten der Quest:

  • Auflösung: 2.880×1.440 Pixel (zwei Panels)
  • Displaytechnik: OLED, Pentile
  • FoV von ca. 100-110° (diagonal)
  • Wiederholrate: 72 Hz
  • Prozessor: Snapdragon 835 (mit Quest Link ehr unrelevant)
  • Speicher: 128 oder 64 GByte (mit Quest Link eher unrelevant)
  • Akkulaufzeit: 2-4 Stunden (über Oculus Link wir die Quest mit Strom versorgt)
  • Controller: 6DOF, wie Oculus Touch

Die Auflösung in der Horizontalen liegt also knapp über der Index und der SO+ (2880 x 1600), die Vertikale ist auf dem Niveau einer Rift S (2560 x 1440). Größter Pluspunkt für viele Gamer dürften die OLED Panels sein und der IPD-Regler. Das Headset ist damit für Anwender geeignet, die einen IDP von 56 bis 74 mm haben. Eher negativ fällt die geringe Bildwiederholrate auf. Auch ist der FoV mit 100° bis 110° nicht sonderlich groß.

Das Deluxe Audio Strap für die Quest

Die Lautsprecherlösung der Quest ist auf recht geringem Niveau, lässt sich aber durch den Anschluss eigener Kopfhörer optimieren. Die beste Lösung ist der Einsatz des Deluxe Audio Straps von HTC. Hier lässt sich sehr guter Sound mit komfortablem Sitz des Headsets verbinden. Entsprechende Halterungen für das DAS sind für den 3D-Drucker verfügbar. Zusätzlich bietet VRCover noch weitere Lösungen für die Quest an. Die PC-Verbindung soll mit jedem ausreichend schnellen USB-3-Kabel funktionieren. Da nicht jedes Kabel gleich viel Daten sowie Energie übertragen kann, wird Oculus ein eigenes, fünf Meter langes Fiberoptikkabel für etwa 80 US-Dollar verkaufen.

Laut Aussagen von Road2VR werden nicht alle Titel im Oculus Store unterstützt. Die Entscheidung darüber obliegt offenbar dem Entwickler. SteamVR-Titel sollen jedoch problemlos nutzbar sein und vermutlich auch Viveport-Software.

Möchte man also eine Quest anschaffen und diese gleich zu einer möglichst optimalen kabelgebundenen Lösung ausbauen, so fallen folgende Kosten an:

Wir kommen also auf eine Gesamtsumme von etwa 650,– Euro (64 Gbyte Quest) bis 750,– Euro (128 Gbyte Quest). Die Rift S wiederum schlägt mit ca. 445,– Euro zu buche. Rechnen wir hier fairerweise das DAS mit 110,– Euro hinzu (auch die Rift S hat suboptimale Lautsprecher verbaut), so kämen wir auf ca. 550,– Euro.

Fazit: Für 100,– bis 200,– Euro Aufpreis erhält man eine VR-Kombilösung, die einem wireless Gaming erlaubt und gleichzeitig eine kabelgebundene PC-Lösung bietet. Dabei nimmt man, aufgrund der OLED-Pentile Panels, einen größeren Screendoor Effekt in Kauf (im Vergleich zum LCD Panel der Rift S & Co.), partizipiert jedoch gleichzeitig vom idealen Schwarzwert und den satten Farben dieser Display-Lösung. Die 72 Hz der Quest wird jeder Anwender wiederum unterschiedlich wahrnehmen und ist daher sehr schwer generell zu beurteilen. – Die Frage, ob die Quest nun die Rift S mit dem Oculus Link ablöst, lässt sich nicht wirklich beantworten. Trotzdem scheint Oculus den Focus sehr auf die Quest zu verlagern und insgesamt ihre Hybrid-Lösung zu forcieren.

4 thoughts on “Macht Oculus Link (Kabellösung für die Quest) die Rift S obsolet?

  1. hi, überprüf mal deine Daten der Auflösung , ich bin eher der Meinung die Quest hat insgesamt 2880×1600
    (je Auge also 1440×1600)
    ps. ALVR zeigt bei meiner quest auch 2880×1600 an, dies machte mich stutzig

    (ansonsten Lob für deinen blog, sehr informativ – weitermachen 🙂

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