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Oculus Link vs. NoName Link

Vorab ein großes Lob an Oculus bezüglich der Versandzeit.
Am 08.01.2020 hatte ich das Oculus Link Kabel bestellt und einen Tag später ist es, vom holländischen Versandzentrum kommenden, bei mir eingetroffen.

Das Link-Kabel hat auf beiden Seiten einen USB C Stecker, sodass am PC zwingend einen entsprechenden Port benötigt wird oder ein funktionierender Adapter auf USB 3.0 vorhanden sein muss.
Am USB C Port meinen Mainboards hat die Quest übrigens nicht funktioniert, sondern nur am Port meiner RTX 2080.
Dort dann aber völlig reibungslos!

Bevor das originale Kabel verfügbar war, hatte ich mit folgender Kombination die Link-Funktion meiner Quest genutzt. Ein 2 Meter langes USB C auf USB 3.0 Kabel hatte ich an meiner Quest angeschlossen. Dieses ist zur Zeit nur in einer 1 Meter Variante verfügbar, dürfte aber demnächst wieder in der Kombination 1 x 1 Meter und 1 x 2 Meter zu haben sein.
Dieses Kabel ist nicht ganz so flexibel wie das originale Link-Kabel aber genauso dünn. Zudem ist der USB C Stecker nicht angewinkelt, sodass das Kabel etwas unpraktischer an der Quest angeschlossen ist. Abhilfe kann da natürlich ein entsprechender Winkeladapter schaffen.
Dieses Kabel kann direkt an einen USB 3.0 Anschluss am PC angeschlossen werden und läuft einwandfrei.

Neben diesem Kabel nutze ich folgende 5 Meter USB 3.0 Verlängerung.
Dieses Kabel ist spürbar dicker und unflexibler als die vorangegangenen, hat aber eine Länge von satten 5 Metern, sodass ihr insgesamt auf 6 bzw. 7 Meter Gesamtkabellänge für die Quest kommt.
Die USB Buchse, an die ihr das oben genannte Kabel anschließend könnt, schaut ein wenig klobig aus, ist aber leicht und stört daher nur sehr geringfügig.
Die Kombination aus USB C auf USB 3.0 inkl. der 5 Meter USB 3.0 Verlängerung hatte ich gestern gegenüber dem originalen Oculus Link Kabels getestet.

Mit 89,– Euro ist das Oculus-Kabel spürbar teurer, hat aber den Vorteil gegenüber der NoName-Link Kombination, die etwa für 30,– Euro zu haben ist, dass das Kabel leichter und flexibler ist. Der Stecker an der Quest ist angewinkelt und dem Kabel liegt noch ein kleiner Plastikclip bei, mit dem man das Kabel an der Kopfhalterung des Headsets fixieren kann.
Komforttechnisch hat diese Version also die Nase spürbar vorne.
Der NoName-Link ist zwar insgesamt steifer, hat aber 1 bis 2 Meter mehr Gesamtlänge und benötigt zudem keinen USB C Anschluss am PC.
Für User, die keine 20er NVidia-Karten besitzen oder z.B. ein Notebook ohne USB C, dürfte das ein wichtiger Punkt sein.

Während meines gestrigen Tests (Quest-SW Version 12.xxx, Stormland & RawData über SteamVR) ist mir überhaupt kein Vor- oder Nachteil in Sachen Tracking, Bild oder Audio aufgefallen. Beide Lösungen funktionieren technisch einwandfrei.

Mein vorläufiges Fazit ist demzufolge, dass das Oculus Link Kabel zwar den Vorteil hat am flexibelsten zu sein und durch den Winkelstecker sowie den kleinen Platikclip am angenehmsten an der Quest sitzt, aber im Spiel bisher keine Vorteile auszumachen sind.
Die NoName-Version kann über USB 3.0 genauso gut die Quest bedienen und hat eine größere Gesamtlänge. Der spürbar günstigere Preis ist ein weiterer Vorteil dieser Variante.

Grundsätzlich bin ich ein Freund der Quest-WLAN Lösungen und würde daher vom Oculus Link Kabel eher abraten und zur dem NoName Link tendieren.
Ausschließen lässt sich zwar nicht, dass mit kommenden Software-Releases für die Quest noch Optimierungen für das originale Kabel stattfinden, Stand heute halte ich dieses aber für nicht notwendig.

Weiteres sinnvolles Zubehör für die Quest findet ihr in diesem Artikel aufgeführt!

9 thoughts on “Oculus Link vs. NoName Link

  1. Ich hab gelesen das die Quest sich am Kabel entladen soll, langsam aber sie macht es bei Benutzung.

    Hast du da was festgestellt zw. Original und NoName Variante?

    1. Genau das muss ich in der Tat nochmal genauer beobachten.
      Bei dem NoName Link entladen die Akkus der Quest tatsächlich schneller als so sie laden. So kritisch ist das aber nicht, da die Laufzeit der VR trotzdem spürbar verlängert wird. Den originalen Link muss ich mir diesbezüglich nochmal genauer anschauen.

    2. Kann das Entladen der Quest beim NoName Kabel auch bestätigen! Wie Doublefrag erwähnt hindert es nicht am Stundenlangen zocken. Jedoch hat bei version 12 die Link Beta kleine Bugs, die den VR Spaß trüben.

      Gruß

  2. Hi!
    Sorry, das ich hier frage, aber im Netz ist auch nach langer Suche nichts passendes zu finden.
    Ich habe genau das gegenteilige Problem mit dem USB-C Port meiner RTX 2060 SUPER XC (EVGA 08G-P4-3162-KR).
    An diesem Port funktioniert die Quest mit dem original Oculus Link Kabel nicht !
    Das Mainboard ist ein Asus X570-Pro. Bios ist up to date und auch der neueste NVIDIA Treiber ist installiert.
    CPU ist R5 2600.
    Irgendeine Idee wo sich der Wurm versteckt?
    Nebeninfo:
    Habe versuchsweise die Quest mit dem original Kabel an eine Startech Karte mit
    USB-C 3.1 Gen2 (PEXUSB312EIC) angeschlossen.
    Der Link kommt zustande jedoch nur mit 1,5 Gbps . Auf Reddit com (Kabeltest) wird von 1,5 bis 2,2 auch mit dem Original Kabel berichtet. Das Kabel scheint also OK zu sein, nur läuft es nicht an der RTX.

    Grüße und Danke!

      1. Danke! War ein Versuch wert. Eines ist jedenfalls nach mehreren Versuchen sicher:
        Viele (sehr viele) glauben es liegt an ihren Kabeln. Das ist sehr oft definitiv nicht das große Problem.
        Neben dem USB- auf der RTX funktionieren auch die Onboard und auch Frontpanel meines X570-pro
        (neuester AMD-Chipsatz)unter W10 nicht.
        Auch die Startech wollte zunächst nicht (mit W10 Treiber). Erst mit dem “reingewürgten” Startech Treiber ging es.
        Auch ein Versuch mit einem neueren ASM2142 chipsatz schlug fehl.
        Das Problem scheint immer der eXHCI Teil des Treibers zu sein.
        Der schlechte “Witz” ist dabei:
        Ich habe parallel Linux auf gleicher Hardware. DORT bekomme ich deutlich schnellere Datenverbindungen zur Quest auf fast allen (!) USB-C ports (RTX/Nvidia, onboard AMD und Startech-Karte ASM1142)
        Ursache sind also folglich die Treiber.
        Dies nur zur Info. Eine Rückantwort erwarte ich nicht, denke jedoch das hilft evtl einigen Suchenden.

        Grüße 🙂

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