AllgemeinNews

GeForce Now – Auf dem Fire TV Stick, dem PC und auf dem Handy ausprobiert!

Ich widme mich heute einem Thema, dass erst einmal nichts mit VR zu tun hat.
In der vergangenen Woche wurde NVidias Streaming Lösung “GeForce Now” aus der Beta entlassen und ist nun regulär verfügbar.

Worum geht es bei diesem Dienst?
NVidia betreibt weltweit Rechenzentren, die euren Gamingrechner quasi emulieren können.
Eure Spiele werden auf deren Hardwarekomponenten berechnet und ihr bekommt über eine Internetanbindung das Bild gestreamt. Gleichzeitig übertragt ihr eure Eingaben (Maus, Tastatur, Controller etc.) zurück an NVidia. Ihr könnt Geforce Now ebenfalls erlauben auf euer Audiosystem zuzugreifen, sodass auch der inGame-Chat über euer Micro problemlos funktioniert.
Ihr benötigt mit GeForce Now also keinen potenten Gamingrechner mehr.
Gestreamt wird übrigens in einer 1080p-Auflösung und mit 60 Frames per Second (es stehen auch 720p bei 120 Fps zur Verfügung).
Die Grafikeinstellungen im Spiel könnt ihr beliebig nach oben schrauben. Auch RTX lässt sich aktivieren.
Binnen einer Stunde, so NVidia, sollen damit etwa 10 GByte übertragen werden. Wenn man diesen Wert als stündlichen Download rechnet, so ergibt sich eine Bandbreite von 22,76 Mbit/s, die dem User zur Verfügung stehen muss. Ihr solltet also wenigstens eine VDSL 25 haben, um den Dienst nutzen zu können.

Seitens Nvidia ist folgendes empfohlen:
GeForce Now setzt 10 Mbit pro Sekunde voraus, empfohlen werden 20 Mbit/s für 720p-Auflösung und mindestens 50 Mbit/s für 1080p.

Über GeForce Now könnt ihr Spiele nutzen, die über Steam, Epic oder UPlay von euch erworben wurden. Zusätzlich ist eine Freigabe der entsprechenden Spieleentwickler bzw. Distributoren notwendig, sodass zur Zeit noch nicht alle Games darüber verfügbar sind.
Welche Titel bereits funktionieren, könnt ihr über die NVidia-Seiten prüfen.

Was kostet das?
GeForce Now steht tatsächlich kostenlos zur Verfügung. In dieser Variante dürft ihr 1 Stunde lang streamen. Dann wird die Verbindung getrennt. Anschließend könnt ihr euch aber wieder neu verbinden. RTX-Features stehen in der kostenfreien Version nicht zur Verfügung.
Ein Abo ist zur Zeit für monatlich 5,49 Euro zu haben. Der Preis gilt für 12 Monate. Der Dienst ist monatlich wieder kündbar. Im Bezahlabo steht RTX zu Verfügung, ihr könnt bis zu sechs Stunden am Stück streamen und ihr werden, falls notwendig, priorisiert verbunden.
In beiden Fällen benötigt ihr einen Account bei NVidia bzw. müsst einen anlegen.

Persönliches Highlight – Spielen auf dem Amazon Stick!
Grundvoraussetzung um GeForce Now auf dem Fire TV Stick spielen zu können, ist ein 4k Stick der neuen Generation*. FireOS in der Version 6.xxx muss damit zur Verfügung stehen. Der Firestick kann mit einer Vielzahl von Bluetooth-Geräten genutzt werden.

Siehe dazu auch folgenden Artikel: Hardware für den Fire TV Stick und für Android Geräte

Eine der möglichen Vorgehensweisen zur Installation auf dem Stick habe ich hier festgehalten:

Mit einer über Bluetooth verbundenen Tastatur, einer Maus und/oder einem Controller könnt ihr dann bequem über euren Firestick zocken.
Neben dem 4k Ultra Firestick* nutze ich eine Bluetooth Maus* und eine entsprechende Tastatur*.
Damit ersetzt der TV Firestick tatsächlich einen PC bzw. ein Notebook. Ein z.B. Civilisation VI lässt sich so mit Maus und Tastatur bedienen, ein Conan Exiles mit dem Gamepad.
Spielen lässt sich sowohl über den Ethernet-Adapter* als auch über das WLAN (dieses muss natürlich in guter Qualität verfügbar sein).

Wie funktioniert das auf einem PC/Laptop?
Über die Downloadseite steht Clients für MAC OS, Android, NVidia Shield und für Windows zur Verfügung.
Den Windows Client installiert ihr und loggt euch mit euren Accountdaten ein.
Startet ihr ein Spiel, so verbindet ihr euch mit dem betreffenden Dienst (Steam, EPIC oder UPlay). Das Spiel wird bei erstmaligen Gebrauch in der Cloud installiert und es kann losgehen.
Die Eingabegeräte am PC stehen euch dann ganz normal zur Verfügung.
GeForce Now steht und fällt natürlich mit der Qualität eurer Internetanbindung. Die Hardware die ihr nutzt ist egal. Hauptsache Windows läuft darauf adäquat.
Ich hatte mit einem alten DELL Notebook (i5-5300 2.3GHz, 8Gbyte, Intel 5500 GPU) genau das gleiche Ergebnis erzielt wie mit meinem Gaming-PC.
Spiele ich mit meinem Gaming-Notebook auf normale Art und Weise Spiele, so wird das Notebook nach kurzer Zeit recht laut, da die Lüfter auf maximaler Stufe kühlen müssen.
Nutze ich GeForce Now bleibt alles still, so als täte ich ein Word-Dokument erstellen.

Android Handy als Gaming-Konsole!
Auch interessant ist die Nutzung von GeForce Now über Android Handys (für das iPhone gibt es leider noch keine App).
Hier steht ein entsprechender Client zur Verfügung, den ihr installiert und genauso bequem nutzen könnt.
Auch mit dem Handy lassen sich diverse Bluetooth Eingabegeräte koppeln, ihr habt hier aber zusätzlich die Möglichkeit über den Bildschirm zu steuern.
Das schaut dann so aus:

Fazit:
Habt ihr eine performante Internetanbindung zur Verfügung, so könnt ihr über GeForce Now auf viele Titel in eurer z.B. Steam Bibliothek zugreifen.
Leider verfügt NVidia noch nicht für alle Titel über entsprechende Lizenzen. Rockstar-Spiele könnt ihr z.B. noch nicht streamen. Ich vermute aber, dass das alles eine Frage der Zeit ist und irgendwann das gesamte Portfolio zur Verfügung steht.

Das Konzept von GeForce Now hat mich persönlich überzeugt.
Freie Nutzung bzw. geringe monatliche Gebühren und ein technisch sehr gut funktionierender Dienst macht dies für mich, als eingefleischter VR-Gamer, für die Sofa-Nutzung von Plattspielen sehr interessant. Nicht umsonst macht Microsoft für die Zukunft nicht Sony oder Nintendo als schärfsten Konkurrenten aus, sonder das Streaming von Spielen… Ich halte die GeForce Now Lösung tatsächlich für eine Art Konsolen-Killer.
Immer vorausgesetzt, der Anwender hat eine ausreichende Internetanbindung!

Vielleicht ist auch das Steaming irgendwann für den VR-Bereich eine spannende Option!
Bis dahin nutze ich das aber sehr gerne für meine Monitor-Spiele!

5 thoughts on “GeForce Now – Auf dem Fire TV Stick, dem PC und auf dem Handy ausprobiert!

  1. Zunächst herzlichen Dank für den ausführlichen Test. Habe ich schon lange nach gesucht.
    Eines habe ich aber auch nach dem Lesen nicht ganz verstanden, vielleicht bist du ja so nett und beantwortest mir diese Frage?
    Monatlich kündbar bedeutet, dass ich jederzeit die Zahlungen einstellen kann, oder bin ich mindestens ein Jahr an den Dienst gebunden?
    Herzliche Grüße und RSS Feed wird mitgenommen (sofern verfügbar)

    1. Hallo, wenn sich daran nichts geändert hat, dann kannst du deine Bezahlmitgliedschaft jederzeit kündigen und in einen Gratisaccount umwandeln. Du bezahlst ja den Monat immer im Voraus (oder wahlweise ein halbes Jahr). Hier gibt es keine Rückerstattung sondern deine Bezahlmitgliedschaft läuft bis ende des bezahlten Zeitraumes.

Schreibe einen Kommentar zu VRoad Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.