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Quest 2 – flexibles WLAN-Gaming

Die Quest 2 begeistert mich in erster Linie aufgrund des Wireless-Gamings über Virtual Desktop. In den vergangenen Monaten hat die Software nochmal Fortschritte in Sachen Qualität und Latenzen gemacht.
Damit funktioniert das kabellose Spielen inzwischen einwandfrei und die Quest 2 liefert dazu die optischen Genüsse!
Voraussetzung hierfür ist ein 5GHz WLAN und eine adäquate Infrastruktur. Ich möchte euch in diesen Beitrag mein Setting etwas genauer erläutern.

Meine Infrastruktur:

Mein Zuhause habe ich strukturiert verkabelt. Als wir vor einigen Jahren renoviert hatten, habe ich gut 400 Meter Cat7 Kabel verlegt.

19″ Schrank

In meinem Gaming(EDV)-Raum befindet sich ein kleiner 19″ Schrank. Hier laufen alle Kabel zentral zusammen (Sternverkabelung) und diese sind auf zwei 24er Patchpanel gekrimpt.
So habe ich fast jeden Raum im Haus mit wenigstens einer Ethernet-Doppeldose versorgt. Eine strukturierte Verkabelung ist immer die latenz- und störungsfreiste Lösung. Ein reines WLAN-Netz oder eine Power-Over-Ethernet Infrastruktur reicht in Sachen Laufzeiten und Stabilität nicht an solche Lösungen heran.

In meinem EDV Schrank befindet sich meine Fritzbox 7590, ein 16-Port Gigabit-Switch und ein 8-Port PoE-Gigabit Switch für meine Power-Over-Ethernet Geräte (Kameras & WLAN Access Points).

WLAN Access Point

Um eine möglichst ideale WLAN-Abdeckung im Haus zu haben, sind insgesamt drei Access Points verbaut.
Hier habe ich mich für den TP-Link EAP245 entschieden.
Diese Access-Points lassen sich über eine zentrale Software managen, sind in der Lage die WLAN-Session zu übergeben (wenn man sich im Haus bewegt) und werden über Ethernet mit Strom versorgt.
Die TP-Link Geräte stellen 2,4GHz und 5GHZ WLAN-Möglichkeiten zur Verfügung.
Soviel zu meiner generellen Infrastruktur.

Zusätzliche Features/Erklärung:

Meine Gaming-PC kann ich, das noch zur Erläuterung, über eine schaltbare Steckdose hochfahren lassen. Ansteuern tue ich diese über meine installierte Philips Hue Zentraleinheit, die auch teilweise das Lichts im Haus regelt.
Damit kann ich also auf Knopfdruck (unter anderem über mein Handy) meinen PC im Gaming-Raum hochfahren lassen und bei Bedarf über RDP darauf zugreifen.

Wireless-Gaming mit der Quest:

Meine gepimpte Quest 2

Mein Lighthousesystem für meine Index ist zwangsweise fest in meinem Gaming-Raum installiert, sodass ich in der Vergangenheit nur dort spielen konnte.

Mit der Quest 2 in Verbindung mit Virtual Desktop bin ich nun nicht mehr darauf angewiesen in einem festen Bereich meine mir liebsten VR-Spiele zu zocken.
Plötzlich sind sehr viel mehr Möglichkeiten denkbar, da ich mit mit der oben erwähnten Infrastruktur (quasi zufällig) entsprechende Voraussetzungen geschaffen habe!




Beliebige Szenarien tuen sich hiermit auf:

– Ich befinde mich am anderen Ende unseres Hauses im Wohnzimmer. Hier ist eines der WLAN-Access Points direkt hinter unserem TV installiert.
– Ich schalte meine ZiggBee-Steckdose über mein Handy an und mein Gaming-PC fährt hoch.
– Virtual Desktop startet bei dem Hochfahren des PCs direkt mit.
– Ich schalte meine Quest an, sie verbindet sich automatisch mit meinem WLAN-Netz und ich starte auf der Quest ebenfalls Virtual Desktop.
– Die Quest verbindet sich direkt mit meinem Gaming-PC und stellt mir meinem Desktop in der VR zur Verfügung.
– Ich starte SteamVR, befinde mich einen Moment später in der gewohnten Valve VR-Umgebung und starte Alyx, Vox, Hellsplit… was auch immer!

In der Nähe dieser WLAN-Access Points, das ist Grundvoraussetzung, funktioniert das Wireless-Gaming mit der Quest hervorragend. Eine Wand kann schon dafür sorgen, dass die Verbindung nicht mehr optimal ist.

Ebenfalls entscheidend dabei ist, dass die Access-Points direkt an die Ethernetverkabelung angebunden sind. Nur so sind entsprechend geringe Latenzen erreichbar.
Es würde also nichts nützen, wenn man einen AccessPoint über einen WLAN-Repeater verbindet etc.
Auch die mir bekannten Powerline-Lösungen verursachen zu hohe Laufzeiten und sind damit nicht praktikabel.

Habt ihr aber entsprechende Möglichkeiten über Ethernet zu verkabeln kann man in jedem Raum die Quest nutzen.
Ich genieße es, wenn ich mich einfach mal aufs Sofa hocken kann und eine Runde Vox Machinae spiele!

Das nenne ich Komfort & Flexibilität pur!

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